„Augen auf bei Souvenirs: Reise-Ratgeber hilft Arten schützen

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Bern, 29.05.2007 – Dutzende von Souvenirs wurden im Jahr 2006 an der Schweizer Grenze beschlagnahmt. Dies ärgert die Touristinnen und Touristen. Die Folgen im Herkunftsland der Souvenirs sind weit dramatischer: Ob Korallen, Reptilleder oder Elfenbein – der Kauf falscher Souvenirs kann zum Aussterben von Arten führen. Mit dem handlichen Ratgeber „Augen auf bei Souvenirs!“ unter-stützen der WWF und das Bundesamt für Veterinärwesen BVET Touristen beim Kauf der richti-gen Andenken, wie sie an einer Medienkonferenz am Dienstag im Flughafen Zürich erklärten.

Lederwaren, Produkte der traditionellen Medizin oder Schnitzereien aus Tierknochen, Elfenbein oder Tropenholz – das Angebot auf Märkten weltweit ist überwältigend. Viele dieser Waren stammen jedoch von gefährdeten Arten, die durch das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES geschützt sind. Doris Calegari, Projektleiterin internationaler Artenschutz beim WWF Schweiz hielt fest: „Insgesamt sprechen wir von über 33’000 Tier- und Pflanzenarten“. Der internationale Handel mit diesen Arten und Produkten daraus ist entweder verboten oder wird durch Bewilligungen streng kontrolliert.  „Touristen sind da meist überfordert“, betont Mathias Lörtscher, Leiter Artenschutz beim Bundesamt für Veterinärwesen BVET: „Wie sollen sie all die Arten kennen?“ Der Ratgeber „Augen auf bei Souvenirs!“ hilft mit einem einfachen Ampelsystem: rot heisst „Finger weg“, bei orange markierten Arten oder Produkten sind an der Grenze Bewilligungen vorzuweisen und grün bedeutet „empfehlenswert“. Aufgelegt in Flughäfen, Reisebüros und diversen Verkaufsläden, verteilt über K-Tipp, Saldo, Bon à savoir und La Borsa della Spesa, einsehbar auf den Webseiten des WWF und des BVET, können Touristen den handlichen Ratgeber im Portemonnaie auf die Reise mitnehmen. Der Ratgeber empfiehlt zudem generell zurückhaltend zu sein bei exotischen Souvenirs. Ein kontrollierter Handel kann zwar den Wert einer Wildtierpopulation für die lokale Bevölkerung steigern und so den Erhalt der Art fördern. Oft stammen die „Materialien“ jedoch aus Wilderei, wie TRAFFIC, die Schwesterorganisation des WWF, in vielen Fällen weltweit aufzeigen kann. Wer unsicher ist, kauft sich deshalb die im Ratgeber grün markierten, empfehlenswerten Souvenirs. Damit schützt er sich vor bösen Überraschung am Zoll und ist sicher, durch seinen Kauf keine Arten zu gefährden. Den Souvenir-Ratgeber und weitere Informationen zu CITES finden Sie auf den Webseiten des WWF ( www.wwf.ch/souvenir (Noch nicht aktiv)) und des BVET (www.cites.ch).


Adresse für Rückfragen

Marcel Falk, Kommunikation, Bundesamt für Veterinärwesen, 031 323 84 96
Richard Lehner, Kommunikationsbeauftragter WWF Schweiz: 079 239 14 34


Herausgeber

Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) – ab 2013 im EDI
http://www.bvet.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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