Blauzungenkrankheit bei Kalb entdeckt

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Bern, 26.03.2010 – Bei einem Kalb im Kanton Freiburg wurde die Blauzungenkrankheit nachgewiesen. Das im Herbst geborene Jungtier wurde im Rahmen des laufenden Überwachungsprogramms getestet und zeigte keinerlei klinische Symptome. Die Blauzungenkrankheit befällt Rinder, Schafe und Ziegen, ist für Menschen jedoch ungefährlich.

Um einen Überblick über die Verbreitung der Blauzungenkrankheit zu erhalten, wird im Frühjahr jeweils eine gewisse Anzahl ungeimpfter Jungtiere getestet. Im Rahmen dieser Überwachung wurde das betroffene Tier im Kanton Freiburg entdeckt. Das Kalb ist nun vorübergehend gesperrt worden. Weitere Massnahmen sind nicht nötig. Mittlerweile wurde der Bestand geimpft.

Die Ansteckung des Tieres erfolgte vermutlich im Spätherbst 2009. Die Blauzungenkrankheit wird von Mücken übertragen und diese sind im 2010 noch nicht aktiv. Der Fall ist die erste und bislang einzige dokumentierte Ansteckung im 2009. Dies zeigt einerseits, dass die Blauzungenkrankheit durch die Impfkampagnen 2008 und 2009 erfolgreich zurückgedrängt worden ist. Andererseits ist der Erreger wie erwartet noch nicht komplett aus der Schweizer Rindviehpopulation getilgt. Das Ziel, auch dieses Jahr mit der laufenden Impfkampagne eine hohe Impfrate zu erreichen, wird dadurch bestätigt.

Die Blauzungenkrankheit ist im Oktober 2007 erstmals in der Schweiz aufgetreten. Sie befällt vor allem Rinder, Schafe und Ziegen. Im Sommer 2008 und im Frühjahr 2009 wurde die Nutztierpopulation mit einer obligatorischen Impfkampagne geschützt. Die Schweiz ist in der Folge mit bislang 75 Fällen nur wenig betroffen. Auch 2010 werden Rinder und Schafe wieder gegen die Blauzungenkrankheit geimpft. Die Impfkampagne läuft seit Mitte Februar. Die Impfung ist auch 2010 obligatorisch, wobei sich Tierhaltende vorgängig per Gesuch davon befreien lassen konnten.

Weitere Informationen zur Blauzungenkrankheit und der Impfkampagne finden Sie unter www.bluetongue.ch.


Adresse für Rückfragen

Marcel Falk, Kommunikation, Bundesamt für Veterinärwesen, 031 323 84 96


Herausgeber

Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) – ab 2013 im EDI
http://www.bvet.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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