Blauzungenkrankheit: Überträgermücken bald wieder aktiv

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Bern, 15.04.2008 – Mit dem Frühling kommen auch die Überträgermücken der Blauzungenkrankheit wieder: Am 15. April hebt das Bundesamt für Veterinärwesen für die gesamte Schweiz die mückenfreie Periode auf. Für die Tierhaltenden hat dies keine Konsequenzen, ausser sie exportieren Rinder, Schafe, Ziegen oder Kameliden. Die Blauzungenkrankheit befällt nur Wiederkäuer und ist für Menschen ungefährlich.

Die Blauzungenkrankheit wird durch kleine Mücken übertragen, die von Frühling bis Herbst aktiv sind. In der Schweiz waren bislang 14 Tiere in 7 Betrieben von der Blauzungenkrankheit betroffen. Mit den wärmeren Tagen beginnen nun die Mücken wieder zu fliegen und damit sind auch Neuansteckungen wieder möglich. Bäuerinnen und Bauern und die Tierärzteschaft sind deshalb aufgerufen auf Symptome der Krankheit wie Lahmheit, vermehrtes Speicheln, offene Stellen am Maul, Schwellungen am Kopf und Entzündungen an den Klauen zu achten und Verdachtsfälle zu melden. Informationen dazu finden Sie unter www.bluetongue.ch: Symptombeschreibungen, Fotos und das Video „Achtung Blauzungenkrankheit“. 

Mit der Aufhebung der mückenfreien Periode kommen keine neuen Massnahmen auf die Tierhaltenden zu. Nur wer Rinder, Schafe, Ziegen oder Kameliden ins Ausland bringt, muss im gesamten Exportprozedere auch einen Mückenschutz vornehmen, wie dies bereits im Herbst der Fall war. Einige Länder vor allem in Südeuropa nehmen dagegen nur noch Tiere, die geimpft wurden oder nach einer durchgemachten Infektion immun gegenüber der Blauzungenkrankheit sind. Erkundigen Sie sich rechtzeitig beim jeweiligen Land oder Ihrem kantonalen Veterinäramt.  

Ende Mai beginnt in der Schweiz die Impfkampagne gegen die Blauzungenkrankheit – eine grosse Herausforderung für die Tierärzteschaft, die Veterinärdienste und die Landwirtschaft. Bereits in der ersten Hälfte Juni wird genügend Impfstoff zur Verfügung stehen, um sämtliche Rinder, Schafe und Ziegen zu impfen. Damit Sie als Landwirt davon profitieren können, ist es zentral, dass sämtliche Rinder korrekt in der Tierverkehrsdatenbank und sämtliche Schaf- und Ziegenbestände mit den aktuellen Bestandeszahlen bei der kantonalen Koordinationsstelle gemeldet sind. Die Adressen finden Sie unter www.bluetongue.ch.


Adresse für Rückfragen

Marcel Falk, Kommunikation, Bundesamt für Veterinärwesen, 031 323 84 96


Herausgeber

Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) – ab 2013 im EDI
http://www.bvet.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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