Blauzungenkrankheit: Weitere Fälle

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Bern, 09.11.2007 – Aus der Gemeinde Wahlen (Basel-Land) und aus der deutschen Grenzgemeinde Rheinfelden Baden, wird je ein weiterer Fall von Blauzungenkrankheit gemeldet. Die bereits existierende Schutzzone wird deshalb um 13 Gemeinden des Kantons Aargau und 14 Gemeinden des Kantons Jura erweitert. Wiederkäuer dürfen die Schutzzone nicht verlassen, ausser sie werden direkt zur Schlachtung geführt. Die Blauzungenkrankheit ist eine für den Menschen ungefährliche Tierkrankheit.

Die Schutzzone umfasst gegenwärtig Regionen der Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land, Jura und Solothurn. Sie wurde Ende Oktober, nach der Entdeckung des ersten Blauzungen-Falls in der Schweiz, eingerichtet. Bisher sind in der Schweiz drei Fälle zu verzeichnen. Mit weiteren muss aber in den nächsten Tagen oder Wochen gerechnet werden.

Lebende Wiederkäuer dürfen die Schutzzone nicht verlassen – ausser zur direkten Schlachtung mit Genehmigung des Kantonstierarztes. Innerhalb der Schutzzone gibt es keine Einschränkungen im Tierverkehr. In der Schutzzone müssen Massnahmen zum Schutz vor den Mücken, welche die Krankheit übertragen, ergriffen werden – wie zum Beispiel das Aufstallen der Tiere eine Stunde vor der Dämmerung. Alle Massnahmen zielen darauf ab, die Ausbreitung der Tierseuche einzudämmen – durch Vermeidung von Tierbewegungen in die übrige Schweiz und durch Begrenzung des Kontakts der Tiere mit Mücken.

Das Virus der Blauzungenkrankheit wird durch kleine Mücken der Gattung Culicoides übertragen und befällt Wiederkäuer. Der gegenwärtig im Mitteleuropa verbreitete Virustyp führt sowohl bei Rindern wie auch bei Schafen und Ziegen zu Symptomen wie Lahmheit, vermehrtes Speicheln, Schwellungen am Kopf sowie offene Stellen im Maul. Verdächtige Krankheitssymptome müssen sofort dem kantonalen Veterinäramt gemeldet werden.

Empfehlungen für die betroffenen Bauern in der Schutzzone sowie weiterführende Informationen über die Krankheiten finden sich unter www.bluetongue.ch.


Adresse für Rückfragen

Cathy Maret, Bundesamt für Veterinärwesen, Kommunikation, 031 324 04 42


Herausgeber

Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) – ab 2013 im EDI
http://www.bvet.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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