Das Konzept zur Ausrottung der BVD steht

Rate this post

Bern, 06.06.2007 – Das definitive Konzept zur Ausrottung der Bovinen Virus-Diarrhoe (BVD) wurde gestern an einer gemeinsamen Sitzung des Schweizerischen Veterinärdienstes mit Vertretern der Landwirtschaft verabschiedet. Die Ausrottung der Rinderkrankheit beginnt im Oktober 2008. Schon bevor das eigentliche Ausrottungsprogramm beginnt, sollen Vorsichtsmassnahmen bei der Sömmerung neue Infektionen massiv reduzieren. Die Beschränkungen im Tierverkehr werden möglichst gering gehalten, ohne jedoch die Effizienz der Bekämpfung zu gefährden.

Es beginnt mit der Sömmerung 2008: Rinder, die noch nie gekalbt haben, dürfen erst nach einem Test mit negativem Resultat auf die Alp. Diese Massnahme erlaubt es, die Zahl der Infektionen während der Sömmerung drastisch zu reduzieren – entsprechend weniger Tiere werden während des Ausrottungsprogramms ausgemerzt werden müssen.

Zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember 2008 werden alle Rinder der Schweiz getestet; das sind mehr als eine Million Tiere. Nur Rinder, welche permanent mit dem BVD-Virus infiziert sind, müssen getötet werden. Dabei wird längst nicht jeder Betrieb betroffen sein. Es wird also keine Massenschlachtungen geben.

Nach dieser intensiven Initialphase werden alle neugeborenen Kälber systematisch getestet, um die Tiere zu entdecken, die während der Trächtigkeit infiziert wurden. Solche Tests werden bis Ende 2010 durchgeführt werden.

Während des Ausrottungsprogramms werden die Einschränkungen des Tierverkehrs so gering wie möglich gehalten werden. Während der Initialphase werden die Betriebe von der Probenahme bis zum Vorliegen des Testergebnisses gesperrt, also ungefähr während einer bis zwei Wochen. Anschliessend wird es nur noch in den Betrieben, in denen BVD-infizierte Tiere gefunden werden, Einschränkungen geben: Trächtige Rinder aus solchen Betrieben dürfen bis zur Kalbung nicht gehandelt werden – ausser zur Schlachtung.

Die BVD oder Bovine Virus-Diarrhoe ist unter Rindern eine weit verbreitete Krankheit. Sie führt in der Schweiz Jahr für Jahr zu bedeutenden wirtschaftlichen Einbussen. Auch im umliegenden Europa werden Bekämpfungsanstrengungen unternommen, so etwa in Österreich – oder in den skandinavischen Ländern, wo Ausrottungsprogramme bereits mit Erfolg durchgeführt wurden.


Adresse für Rückfragen

Marcel Falk, Kommunikation, Bundesamt für Veterinärwesen, 031 323 84 96


Herausgeber

Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) – ab 2013 im EDI
http://www.bvet.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

Kommentar hinterlassen zu "Das Konzept zur Ausrottung der BVD steht"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.