Futtermittelkontrolle: Anzahl der Beanstandungen steigend (zuletzt geändert am 31.01.2008)

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(Letzte Änderung 31.01.2008)

Posieux, 31.01.2008 – 2007 hat die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle 1353 Proben von Nutztierfuttermitteln erhoben. Wenn auch die Anzahl an Proben mit kleineren Mängeln oder an beanstandeten Proben mit finanziellen Konsequenzen für den Hersteller angestiegen ist, enthielt doch keine der Proben verbotenes tierisches Material.

Im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle hat ALP im vergangenen Jahr 1353 Proben von Nutztierfuttermitteln erhoben. Die in den letzten Jahren festgestellte tendenzielle Verbesserung der Ergebnisse setzte sich 2007 nicht fort: 57 % aller Proben gaben keinerlei Anlass zu Beanstandungen (2006: 65 %). Die Anzahl Proben mit kleineren Mängeln (unvollständige Etikettierung, von der Deklaration geringfügig abweichende Gehalte) ist um 3 %-Punkte auf 27 % angestiegen, während die Anzahl Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen für den Hersteller um 4 %-Punkte auf 15 % stieg. Wie auch im Jahr 2006 musste in einem einzigen Fall eine Strafanzeige eingereicht werden: hier überschritt der Gehalt eines Zusatzstoffes die erlaubte Maximalgrenze erheblich.
Hingegen zeigten die in mehr als 500 Produktions- und Handelsbetrieben durchgeführten Inspektionen, dass die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit und an die Selbstkontrollmassnahmen generell gut erfüllt werden.

Vorkommen von GVO
Von den insgesamt 1353 Nutztierfuttermittelproben wurden 260 auf genetisch veränderte Organismen (GVO) untersucht. Dazu liess die Zollbehörde ALP 93 Proben zur Kontrolle zukommen. Keine Rohstoffprobe enthielt genetisch modifizierte Anteile. Hingegen enthielt von den vier kontaminierten Mischfutterproben ein Futter einen genetisch veränderten Rohstoff, dieser war jedoch wie vorgeschrieben deklariert.

BSE-Bekämpfungsmassnahmen
Eine erfreuliche Tatsache: Von den 1353 Proben hat ALP 385 auf die Kontamination mit verbotenem tierischem Material untersucht. Alle Proben waren frei davon (2006: 2 kontaminierte Proben).

Das im Rahmen der BSE-Bekämpfungsmassnahmen am 1. Januar 2001 in Kraft getretene Verbot, dem Nutztierfutter Tiermehle beizumischen, wird vollumfänglich respektiert. Dass diese Massnahme richtig war, zeigt die Tatsache, dass 2007 zum ersten Mal seit 1990 kein einziger BSE-Fall mehr entdeckt wurde.

Medizinalpflanzen als Tierarzneimittel und Heilanpreisungen
Eine Liste mit Substanzen und pflanzlichen Präparaten, die als Tierarzneimittel beurteilt werden und die nicht als Futtermittel gebraucht werden dürfen, wurde in Zusammenarbeit mit Swissmedic, dem Schweizerischen Heilmittelinstitut, erstellt. Es wurden mehrere nicht erlaubte Heilanpreisungen für Tierfuttermittel beanstandet.

Heimtierfuttermittel
Die Futtermittelkontrollen betreffen auch die Hersteller und Wiederverkäufer von Heimtierfuttermitteln. Von den 244 erhobenen und analysierten Proben wiesen 57 % kleinere Mängel auf (2006: 51 %) wie fehlerhafte Deklarationen oder Heilanpreisungen. Die Anzahl an Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen hat sich jedoch um 2 % auf 24 % verbessert.


Adresse für Rückfragen

Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP
Michel Geinoz
Tioleyre 4
Postfach
1725 Posieux
Tel.: 026 407 73 92
E-Mail: michel.geinoz@alp.admin.ch


Herausgeber

Bundesamt für Landwirtschaft
http://www.blw.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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