Futtermittelkontrolle: Die Situation ist gut

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Bern, 13.03.2007 – Im vergangenen Jahr hat die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP, im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle, 1776 Proben bei Nutztier-futtermitteln erhoben. In zwei untersuchten Futtermittel-Proben wurden Spuren von verbotenem tierischen Materials festgestellt.

Im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle hat ALP im vergangenen Jahr 1776 Proben bei Nutztierfuttermitteln erhoben, dies sind 229 mehr als 2005. 64,6% der Proben gaben zu keinerlei Beanstandungen Anlass (2005: 62,2%). Bei Proben mit kleineren Mängeln (unvollständige Etikettierung, von der Deklaration geringfügig abweichende Gehalte) ist ein Rückgang zu verzeichnen (23,8%; 2005: 26%). Hingegen blieb die Anzahl an Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen für den Hersteller gleich wie 2005 (11,5%). In einem einzigen Fall war die Einreichung einer Strafanklage erforderlich (drei Fälle weniger als im Jahr 2005): das importierte Futtermittel enthielt ein Antibiotikum.

Von den insgesamt 1776 Futtermittelproben wurden 300 auf genetisch veränderte Organismen (GVO) untersucht. Zusätzlich schickte die Zollbehörde 79 Proben zur Kontrolle an ALP. Kein Ausgangsprodukt enthielt einen GVO-Anteil, der oberhalb der zu deklarierenden 0.9% lag. Eine Probe eines importierten Küken-Mischfutters enthielt einen GVO-Anteil in einem Ausgangsstoff, der korrekt deklariert war.

Von den Produktions- und Handelsbetrieben von Futtermitteln werden zur Sicherung der Qualität sowie der Rück- und Nachverfolgbarkeit der Futtermittel Selbstkontrollmassnahmen verlangt. Von den 180 inspizierten Betrieben haben 110 die Anforderungen erfüllt. Bei den übrigen Betrieben fehlten teilweise oder ganz die Unterlagen, die eine Rück- und Nachverfolgbarkeit dokumentieren.

BSE-Bekämpfungsmassnahmen
Von insgesamt 1776 im vergangenen Jahr erhobenen Futtermittelproben hat ALP 909 auf Kontamination mit verbotenem tierischem Material untersucht. Zwei der untersuchten Proben waren kontaminiert (2005: kein Fall). Es handelte sich um importiertes Maiskleber aus China. Beide Chargen wurden wieder exportiert. Das im Rahmen der BSE-Bekämpfungsmassnahmen am 1. Januar 2001 in Kraft getretene Verbot, dem Nutztierfutter Tiermehle beizumischen, hat weiterhin Erfolg. Anzumerken ist, dass die BSE-Einheit des Bundes, wie es bereits bei ihrer Gründung im Jahr 2000 vorgesehen war, ihre Tätigkeit Ende vergangenen Jahres eingestellt hat. Seit dem 1. Januar 2007 ist die Bundeseinheit für die Lebensmittelkette aktiv, die nach dem gleichen Modell wie die BSE-Einheit fungiert. Sie wird die gesamte Lebensmittelkette unter die Lupe nehmen, von der Tiergesundheit über den Tierschutz bis zur Lebensmittelsicherheit.

Heimtierfuttermittel
Seit dem 1. Januar 2003 wurde die Gültigkeit der Futtermittelverordnung auch auf Heimtierfuttermittel ausgeweitet. Nach einer Übergangsperiode wurden ab 2004 bei den Heimtierfuttermittelproduzenten und -wiederverkäufern wie auch bei den Futtermitteln selbst Kontrollen durchgeführt. Im Jahr 2006 wurden 69 Untersuchungen in Unternehmen durchgeführt, die in den Bereichen Produktion, Import und/oder Verkauf von Heimtierfuttermitteln tätig sind. Gleichzeitig wurden 230 Proben erhoben und analysiert. 51 % wiesen kleinere Mängel auf, die sich dadurch erklären lassen, dass diese neue Gesetzgebung erst kürzlich in Kraft getreten ist (2005: 63 %). 26 % der kontrollierten Proben gaben Anlass zu Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen für den Hersteller oder Verteiler (2005: 22 %). Zehn Proben enthielten genetisch veränderte Ausgangsstoffe, die nicht als solche deklariert waren (2005: 4 Fälle).

Auf unserer Internetseite ist unter nachfolgendem Link eine Grafik verfügbar, in der die mikroskopischen Analysen der Futtermittel, die seit dem Jahr 1991 durchgeführt wurden, ersichtlich sind: http://www.db-alp.admin.ch/fr/publikationen/pub_detail.php?id=16407


Adresse für Rückfragen

Claude Chaubert, Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP, Tel. : 026 407 72 43, E-Mail: claude.chaubert@alp.admin.ch


Herausgeber

Bundesamt für Landwirtschaft
http://www.blw.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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