Impfstoff gegen Blauzungenkrankheit bestellt

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Bern, 04.04.2008 – Die Schweiz hat insgesamt vier Millionen Impfdosen gegen die Blauzungenkrankheit bestellt. Gemäss Angaben der Hersteller werden in der ersten Hälfte Juni genügend Impfdosen vorhanden sein, um sämtliche Rinder, Schafe und Ziegen der Schweiz zu impfen. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Die Schweiz hat den Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit vom Typ 8 bei drei Herstellern bestellt, bei Fort Dodge, Intervet und Merial. Zusammen liefern diese in den Monaten Juni und Juli vier Millionen Impfdosen. Dies reicht aus, um im Sommer alle Rinder, Schafe und Ziegen der Schweiz zu impfen. Nur Tiere, die sich im Juni auf Sömmerungsweiden befinden, werden aus praktischen Gründen meist erst geimpft, wenn sie zurück im Talbetrieb sind. Tatsächlich ist auf Sömmerungsweiden kaum mit einer Ansteckung zu rechnen: Die Überträgermücken, Gnitzen genannt, sind vor allem in tieferen Lagen aktiv.  

Die Impfkampagne wird von den kantonalen Veterinärdiensten zusammen mit dem Bundesamt für Veterinärwesen organisiert. Die Impfung durchführen werden Tierärztinnen und Tierärzte. Rinder müssen zweimal innerhalb eines Monats geimpft werden, damit sie geschützt sein. Bei Schafen und vermutlich auch bei Ziegen reicht eine Impfung. Finanziert wird die Impfung vom Bund, den Kantonen und der Landwirtschaft zusammen. Dabei übernehmen die Tierhaltenden rund zwei Drittel der Kosten. Der Bund bezahlt den Impfstoff und die Kantone übernehmen die administrativen Kosten. 

Die Blauzungenkrankheit befällt Rinder, Schafe und Ziegen. Sie wird durch kleine Mücken übertragen. Einige der infizierten Tiere werden nicht einmal krank, wenige sterben. Typische Symptome sind vermehrtes Speicheln, Schwellungen am Kopf sowie offene Stellen im Maul. Tierhalter können sich über die Symptome und die Blauzungenkrankheit unter www.bluetongue.ch informieren – da lässt sich auch die DVD „Achtung Blauzungenkrankheit“ bestellen.  

Lesen Sie auch den Beitrag im BVET-Blog: „Wo beginnen mit dem Impfen gegen die Blauzungenkrankheit?“


Adresse für Rückfragen

Marcel Falk, Bundesamt für Veterinärwesen, Kommunikation, 031 323 84 96


Herausgeber

Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) – ab 2013 im EDI
http://www.bvet.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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