Keine gravierenden Nebenwirkungen nach Blauzungenimpfung

Rate this post

Bern, 23.01.2009 – Die Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit haben verbreitet zu keinen gravierenden Nebenwirkungen geführt. Dies zeigt eine umfassende Studie, welche das Bundesamt für Veterinärwesen zusammen mit mehreren Partnern erarbeitet hat und am 23. Januar 2009 in Bern der Landwirtschaft vorstellt. Die Studie ist eine Grundlage für die obligatorische Impfkampagne 2009. Die Blauzungenkrankheit ist für Menschen ungefährlich.

Die Impfkampagne hat bei einigen Landwirten Fragen zur Unbedenklichkeit des Impfstoffes ausgelöst. Dank der Zusammenarbeit mit der Vetsuisse-Fakultät Bern und Zürich, dem Schweizerischen Fleckviehzuchtverband und den Laboratorien für die Milchqualitätskontrolle Qualitas und Suisselab konnten nun umfangreiche Datensätze zur Rindviehhaltung ausgewertet und mit den Vorjahren verglichen werden. Die Resultate sind klar: Es gibt keine Hinweise auf unerwünschte Effekte, weder auf die Qualität der Milch (erhöhte Zellzahlen), die Fruchtbarkeit noch auf die Zahl der Aborte. Die gleichen Resultate zeigten schon die Vorstudien im Frühjahr 2008 an einigen hundert Rindern und Schafen, bei denen als einzige Nebenwirkung Schwellungen bei der Einstichstelle zu beobachten waren.

Die Resultate bestätigen den Entscheid, auch 2009 eine Impfkampagne durchzuführen. Alle Rinder und Schafe müssen zwischen dem 1. Februar und dem 31. Mai geimpft werden – bereits 2008 geimpfte Tiere erhalten eine Auffrischungsimpfung. Die Impfung ist auch in vielen europäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland und Österreich obligatorisch. Dies erhöht die Chancen, dass die Blauzungenkrankheit wieder aus Zentraleuropa verbannt werden kann.  

Übertragen von Mücken, verursachte die Blauzungenkrankheit in den vergangenen Jahren zig Tausende von Ausbrüchen in Europa. Im vergangenen Jahr wurden in Europa mehr als 200 Millionen Tiere geimpft. In der Schweiz war die Impfung von rund 2 Millionen Tieren obligatorisch. Sie finden die Resultate der Studie und weitere Angaben zur Blauzungenkrankheit und zur Impfung unter www.bluetongue.ch. Lesen Sie auch den Blog von Hans Wyss „Die Impfung oder die Krankheit ?“.


Adresse für Rückfragen

Marcel Falk, Kommunikation, Bundesamt für Veterinärwesen, 031 323 84 96


Herausgeber

Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) – ab 2013 im EDI
http://www.bvet.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

Kommentar hinterlassen zu "Keine gravierenden Nebenwirkungen nach Blauzungenimpfung"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.