Neue Schweizer Sondermünzen «Hornussen» und «2000 Jahre Aventicum»

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Bern, 07.05.2015 – Am 7. Mai 2015 lanciert die Eidgenössische Münzstätte Swissmint zwei neue Sondermünzen für Sammler und Liebhaber. Die Silbermünze ist dem Schweizer Nationalsport «Hornussen» gewidmet, die Goldmünze hat das Jubiläum «2000 Jahre Aventicum» zum Thema.

Das Hornussen gilt als eine der drei traditionellen Schweizer Nationalsportarten. In der heutigen Spielweise befördert der Schläger den Hornuss mit dem elastischen Stecken aus Kohlefasern vom Abschlagbock in Richtung des «Ries» (gegnerisches Feld). Die dort aufgestellten «Abtuer» der gegnerischen Mannschaft versuchen, den anfliegenden Hornuss mit vorgehaltener oder hochgeworfener Schindel so früh als möglich aufzuhalten, bevor dieser den Boden berührt. Gelingt dies nicht, wird der abtuenden Mannschaft eine Nummer geschrieben.

Die aktuell gespielte Form stammt wahrscheinlich aus dem Emmental (früheste Erwähnung 1625). Jeremias Gotthelf beschrieb in «Uli der Knecht» detailreich das Hornussen und seine Bedeutung für das bäuerliche Leben. Im Jahr 1902 wurde in Burgdorf der Eidgenössische Hornusserverband gegründet. Die Swissmint widmet dem urchigen Schweizer Sport die letzte Münze der dreiteiligen Serie «Schweizer Volkssportarten». Die Hornussermünze wurde vom Berner Grafiker Roland Hirter gestaltet. Weitere Informationen zum Eidgenössischen Hornusserverband unter www.ehv.ch.

Aventicum, die Hauptstadt der Helvetier, deren Territorium sich einst fast über das ganze Schweizer Mittelland erstreckte, zählte im 3. Jahrhundert nach Christus nahe-zu 20’000 Bewohnerinnen und Bewohner. Die Stadt wurde zu Beginn des 1. Jahrhunderts nach Christus, kurz nach der Einverleibung des Territoriums der Helvetier in das römische Reich, erbaut. Schon bald nach seiner Machtübernahme im Jahr 69 verlieh Kaiser Vespasian Aventicum den Status einer Kolonie. Nach der Errichtung der Stadtmauer, die später eine Länge von 5,5 km haben sollte, erlebte die Stadt im 2. Jahrhundert eine spektakuläre Entwicklung; mehr und mehr öffentliche Gebäude entstanden: Thermalbäder, Tempel, ein Theater und ein Amphitheater. Ab Mitte des 3. Jahrhunderts begann nach einer Ära der politischen Instabilität und der wiederholten Einfälle «barbarischer» Völker der langsame Niedergang Aventicums. Immerhin war die Bedeutung Aventicums noch so gross, dass man es zu Beginn des 6. Jahrhunderts zum Bischofssitz wählte, bevor dieser dann nach Lausanne verlegt wurde.

Die Fundstätte im heutigen Avenches gehört zu den bedeutendsten archäologischen Ausgrabungen der Schweiz und gilt international als ein Juwel der römischen Zeit. Die 50-Franken-Jubiläums-Goldmünze der Swissmint zeigt das wichtigste Fundstück von Aventicum, die berühmte Goldbüste des Kaisers Marc Aurel. Weitere Informationen zu Aventicum unter www.aventicum.org und zu den Jubiläumsfeierlichkeiten unter www.aventicum2015.ch.

Die neuen Sonderprägungen sind ab 7. Mai 2015 in limitierter Auflage erhältlich bei Banken, Münzenhändlern und unter www.swissmintshop.ch.   

Eidgenössische Münzstätte Swissmint
Die Eidgenössische Münzstätte Swissmint prägt die Schweizer Umlaufmünzen für den täglichen Zahlungsverkehr. Für den numismatischen Markt gibt die Münzstätte zudem regelmässig Zirkulations- und Sondermünzen in besonderer Qualität heraus. Die Münzen in Bimetall, Silber und Gold sind gesetzliche Zahlungsmittel mit einem offiziellen Nennwert und werden in unterschiedlichen Qualitäten geprägt. Swissmint ist zudem die offizielle Instanz für Echtheitsprüfungen und Expertisen im Auftrag von öffentlichen und privaten Auftraggebern.


Adresse für Rückfragen

Urs Liechti
Bernastrasse 28, 3003 Bern
Tel. +41 58 465 12 95
Fax +41 58 462 60 07
urs.liechti@swissmint.ch
www.swissmint.ch


Herausgeber

Eidgenössische Münzstätte Swissmint
http://www.swissmint.ch/

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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