PCB in Rindfleisch: Keine Massnahmen erforderlich

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Posieux (FR), 05.03.2009 – Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP hat 2008 in Zusammenarbeit mit vier verschiedenen Bundesämtern das Projekt SIBEPRO (sichere beef-Produktion oder Sicherheit in der Rindfleischproduktion) durchgeführt. Es liessen sich keine genauen Ursachen für eine allfällige Kontamination von Rindfleisch mit Dioxinen und PCB benennen. Empfehlungen an die Produzentinnen und Produzenten über besondere Massnahmen sind nicht erforderlich. Die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten ist nicht gefährdet.

Nach der Veröffentlichung des Berichts des Bundesamts für Gesundheit BAG über die Dioxin- und PCB-Kontamination von Lebensmitteln vom 29. Januar 2008, hat ALP zusammen mit vier Bundesämtern (BAG, Bundesamt für Veterinärwesen BVET, Bundesamt für Landwirtschaft BLW und Bundesamt für Umwelt BAFU) das Projekt SIBEPRO initiiert.

Es war das Ziel dieses Projekts, Kontaminationsquellen für Rindfleisch aufzufinden und die Landwirtinnen und Landwirte über potenzielle Massnahmen für die Einhaltung der neuen Toleranzwerte der europäischen Gesetzgebung zu beraten, die in der Schweiz am 1. Januar 2009 in Kraft getreten sind.

Der Toleranzwert wird respektiert
Die Untersuchungen des Projektes SIBEPRO erfolgten an Tieren aus unterschiedlichen Rindermastprogrammen, deren Futter und Umgebung genauer analysiert wurde. Der neue Toleranzwert wurde praktisch nicht überschritten. Daraus konnte der Schluss gezogen werden, dass die Gesundheit von Konsumentinnen und Konsumenten nicht gefährdet ist.

Die genauen Ursachen lassen sich nicht bestimmen
Anhand dieser sehr gezielt durchgeführten Studie, lassen sich keine Schlussfolgerungen für die gesamte Schweizer Rindfleischproduktion ziehen. Die Ergebnisse zeigten jedoch, dass die Belastung von Tier zu Tier sogar auf demselben Betrieb und unter dem Einfluss derselben Kontaminationsfaktoren sehr stark variiert. Folglich ist es so gut wie unmöglich, lokale oder regionale Kontaminationsfaktoren zu benennen.

Im Übrigen weist ALP nachdrücklich darauf hin, dass sich anhand von Einzelprobenanalysen keine Schlussfolgerungen auf den gesamten Produktionsbetrieb ziehen lassen.

Weitere Auskünfte
Für weitere Informationen verweist ALP auf ein Factsheet, auf den Schlussbericht zum Projekt sowie auf den Bericht des BAG vom 29. Januar 2008.


Adresse für Rückfragen

Projekt SIBEPRO / Landwirtschaftliche Produktion:

Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP
Michel Geinoz
Tioleyre 4
Postfach 64
1725 Posieux
Tel: 026 407 73 92
E-Mail: michel.geinoz@alp.admin.ch

Lebensmittel und Öffentliche Gesundheit:

Bundesamt für Gesundheit
Michael Beer
Leiter Abteilung Lebensmittelsicherheit
Tel: +41 31 322 95 05
E-Mail: media@bag.admin.ch


Herausgeber

AGROSCOPE
http://www.agroscope.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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