Preisüberwacher einigt sich mit der Schweizerischen Post auf umfassendes Preis- und Massnahmenpaket

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Bern, 21.01.2014 – Der Preisüberwacher hat sich mit der Post auf ein umfassendes Preis- und Massnahmenpaket im Bereich der Brief- und Paketpost geeinigt. Darin vorgesehen sind insbesondere Preissenkungen, der Verzicht auf Preiserhöhungen, die Senkung der Mindestmenge für preisgünstigere Massensendungen sowie die Abgabe von vier Gratismarken an alle Haushalte. Von der erzielten Einigung profitieren sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. Die meisten Massnahmen treten per 1. April 2014 in Kraft.

Der Preisüberwacher führt seit Ende 2012 Verhandlungen mit der Schweizerischen Post über Preissenkungen im Bereich der Brief- und Paketpost. Aufgrund einer Analyse der Preise im Logistikbereich der Post gelangte der Preisüberwacher zur Auffassung, dass die von der Post verlangten Preise überhöht waren. Der Preisüberwacher forderte die Post deshalb auf, ihrer Kundschaft Preissenkungen zu gewähren. Da die Post diese Forderung vorerst zurückwies, musste der Preisüberwacher im Februar 2013 ein formelles Verfahren auf Erlass einer Verfügung eröffnen. Mit der jetzt erzielten und bis Ende März 2016 geltenden einvernehmlichen Regelung wird die Forderung des Preisüberwachers weitgehend erfüllt und das Verfahren kann deshalb als gegenstandlos eingestellt werden.

Die wichtigsten Massnahmen sind die folgenden:

  • Die Post bietet den «Maxibrief Ausland» ab 1. April 2014 neu wieder uneingeschrieben und somit um sechs Franken bzw. bis zu 39 % günstiger an.
  • Für Geschäftskunden wird die Mindestmenge für die preisgünstigeren Massensendungen von 500 auf neu 350 Einheiten gesenkt. Diese kosten in der günstigsten Ausführung (Format Postkarte) CHF 0.47 (gegenüber dem Normalpreis von CHF 0.85 für B-Post). Damit kann eine Ersparnis bis zu 45 % erzielt werden.
  • Für Privatkunden senkt die Post die Preise für Retourenpakete um 1.50 Franken bzw. bis zu 21 % und die Verzollungsgebühr um 50 Rappen bzw. bis zu 3.5 %.
  • Jeder Haushalt erhält 2014 vier Briefmarken (WebStamps) im Wert von je einem Franken.
  • Die Briefpreise für A- und B-Post sowie alle Inlandpaketpreise werden bis mindestens Ende März 2016 nicht erhöht.

Eine vollständige Übersicht der vereinbarten Preise und Massnahmen und die näheren Einzelheiten dazu sind der beiliegenden und auf www.preisueberwacher.admin.ch publizierten einvernehmlichen Regelung mit Anhang zu entnehmen.


Adresse für Rückfragen

Stefan Meierhans, Preisüberwacher, Tel. 031 322 21 02

Beat Niederhauser, Geschäftsführer, Tel. 031 322 21 03


Herausgeber

Preisüberwachung
http://www.preisueberwacher.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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