Rindertuberkulose in den Kantonen Freiburg und Waadt

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Bern, 22.03.2013 – Nach der Entdeckung eines ersten Falls von Rindertuberkulose im Kanton Freiburg Anfang März 2013 wurden bei der epidemiologischen Untersuchung im betroffenen und bereits gesperrten Freiburger Betrieb neue Fälle von Rindertuberkulose nachgewiesen. Ausserdem wurde ein weiteres Rind im Kanton Waadt positiv auf Tuberkulose getestet, das aus dem gesperrten Freiburger Betrieb stammt. Die nötigen Massnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens wurden ergriffen.

Eine Kuh wies die für Rindertuberkulose typischen Läsionen auf, als sie am 4. März 2013 geschlachtet wurde. Die Verdachtsdiagnose wurde durch das nationale Referenzlaboratorium bestätigt. Unverzüglich wurden alle erforderlichen Massnahmen zur Bekämpfung dieser auf den Menschen übertragbaren Tierseuche ergriffen. Das kantonale Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen hat über die gesamte betroffene Herde eine Sperre des Tierverkehrs und der Milchlieferung verhängt. Unterdessen  wurden alle Tiere der Herde getestet und die positiv getesteten Rinder werden getötet.  

Ein weiterer Fall im Kanton Waadt

Kontaktbetriebe in den Kantonen Waadt, Wallis und St. Gallen wurden umgehend für den Tierverkehr und die Milchlieferung gesperrt. Eine Kuh im Kanton Waadt, die aus der betroffenen Freiburger Herde stammt, wurde positiv auf Tuberkulose getestet und getötet.  Die laufenden epidemiologischen Untersuchungen werden zeigen, ob noch weitere Betriebe betroffen sind. Die kantonalen Veterinärämter setzen die nötigen Massnahmen um, untersuchen Tiere und führen in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Veterinärwesen die epidemiologischen Untersuchungen durch.   

Lange Inkubationszeit

Der Nachweis von Rindertuberkulose ist schwierig, da sich die Krankheit schleichend entwickelt und häufig unspezifisch verläuft. Besteht ein Verdacht auf Tuberkulose, kann die Krankheit mit einem Hauttest nachgewiesen werden. Wichtig ist die Fleischkontrolle im Schlachthof. Ansteckungsquelle der Rindertuberkulose können entweder andere Tiere oder Menschen sein. Der schweizerische Nutztierbestand gilt seit 1960 als tuberkulosefrei. In den Nachbarländern Frankreich, Deutschland und Österreich werden wieder vermehrt Fälle von Tuberkulose in Nutz- und Wildtierherden festgestellt, insbesondere bei Hirschen.

Der Mensch kann sich durch den Konsum von Rohmilch oder durch den direkten Kontakt mit einem infizierten Tier anstecken, aber das Risiko ist gering. 

Weitere Informationen folgen, sobald die nächsten Ergebnisse vorliegen.


Adresse für Rückfragen

Regula Kennel, Mediensprecherin des BVET
+41 31 323 84 96, regula.kennel@bvet.admin.ch

Sabina Helfer, Mediensprecherin des BAG
+41 31 322 95 05
media@bag.admin.ch


Herausgeber

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen
http://www.blv.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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