Spirituosen und Ethanol: Kennzahlen 2009 (zuletzt geändert am 26.02.2010)

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(Letzte Änderung 26.02.2010)

Bern 9, 25.02.2010 – Die Steuereinnahmen wie auch der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen sind stabil geblieben. Der Marktanteil der im Inland hergestellten Spirituosen erreichte mit 13 Prozent den tiefsten Wert seit Beginn der statistischen Erfassung. Die widrigen gesamtwirtschaftlichen Umstände waren auch beim Absatz von Ethanol spürbar. Im letzten Quartal 2009 ist in diesem Bereich jedoch ein deutlicher Aufschwung zu verzeichnen.

Pro-Kopf-Konsum an Spirituosen

Der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen bewegt sich seit 18 Jahren zwischen 1,5 und 1,7 Liter reinem Alkohol. Seit 2006 liegt er unverändert bei 1,6 Liter reinem Alkohol.

Gesamtsteuereinnahmen an Spirituosen

Die Steuereinnahmen von Spirituosen sind trotz dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld gegenüber dem Vorjahr um rund 0,6 Mio. Franken auf 290,7 Mio. Franken angestiegen. Zu diesem guten Ergebnis haben die importierten Spirituosen beigetragen. Im ersten Quartal 2009 wurden gegenüber dem Vorjahr 6 Prozent mehr Spirituosen importiert.

Inländische Spirituosenproduktion

Die Inlandspirituosen verlieren weiterhin Marktanteile. Im Jahr der Wirtschaftskrise ist die im Inland hergestellte Spirituosenmenge gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent geschrumpft. Es handelt sich somit um die kleinste je in der Schweiz erzeugte Spirituosenmenge. Auch wenn berücksichtigt wird, dass die Betriebe ihre teilweise überdurchschnittlich grossen Lagermengen abbauten und die verarbeitete Ernte 2008 sehr klein war, ging der Marktanteil der Inlandspirituosen, der sich in den letzten Jahren zwischen 16 und 17 Prozent bewegte, im Geschäftsjahr 2009 auf bloss noch 13 Prozent zurück. Vor 1997 lag der Marktanteil noch bei 50 Prozent.

Ethanol

Die globale Wirtschaftskrise führte dazu, dass in der Schweiz im Durchschnitt weniger Ethanol zur Herstellung von Endprodukten eingesetzt wurde. Vor allem im ersten Halbjahr 2009 war der Verkauf nicht befriedigend. Der Einkauf von Ethanol auf dem Weltmarkt gestaltete sich schwierig, da die Preise für Ethanol im Jahr 2009 stark anstiegen. Trotz diesem schwierigen Umfeld konnte Alcosuisse dank erfolgreich realisierten Einkäufen und vorteilhaften Wechselkursen im Juli 2009 eine Preissenkung bei ihren Produkten durchführen. Der Wirtschaftsaufschwung führte im zweiten Halbjahr 2009 wieder zu Verkäufen auf erfreulichem Niveau. Beim Ethanol wurden im Vergleich zum Vorjahr rund 8 Prozent oder 3,3 Mio. Kilogramm weniger verkauft. Beim Bioethanol wurden bloss noch rund 1,3 Mio. Kilogramm abgesetzt gegenüber 3 Mio. Kilogramm im 2008.


Adresse für Rückfragen

Fritz Etter, Vizedirektor EAV, Tel: 031 309 13 00

Eidgenössische Alkoholverwaltung
Länggassstrasse 35
CH-3000 Bern 9
Schweiz
Tel. +41 (0)31 309 12 11
Fax +41 (0)31 309 15 00


Herausgeber

Eidgenössisches Finanzdepartement
http://www.efd.admin.ch

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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