Unternehmen deklarieren Holzart des Holzes mehrheitlich richtig

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Bern, 31.03.2015 – Die seit dem 1. Januar 2012 geltende Deklarationspflicht für Holz und Holzprodukte wird von den Unternehmen allgemein gut umgesetzt. Im Rahmen seiner Kontrollen im Jahr 2014 fand das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen (BFK) bei 92 Prozent der Produkte eine korrekte Deklaration der Holzart. Verschlechtert hat sich jedoch die Deklaration der Herkunft, diese wurde 2013 bei 71 Prozent, 2014 aber nur bei 41 Prozent der Produkte korrekt ausgewiesen.

Die Verordnung über die Deklaration von Holz und Holzprodukten ist seit dem 1. Januar 2012 in Kraft. Sie verlangt, dass Holzart und Holzherkunft bei der Abgabe von Holz und Holzprodukten an den Konsumenten deklariert werden müssen. Rund- sowie Rohholz und bestimmte Holzprodukte aus Massivholz, deren Herkunft und Holzart relativ leicht ermittelt werden können, sind der Deklarationspflicht unterstellt.

Das BFK – als Kontrollorgan – überwacht die Einhaltung der Deklarationspflicht. Es führt Kontrollen aufgrund eines Stichprobenplans sowie bei begründeten Hinweisen durch.

Im Jahr 2014 wurden in der ganzen Schweiz bei rund 90 Unternehmen über 380 Produkte überprüft. Zu diesen Unternehmen gehören unter anderem Möbelhäuser, Möbelfachhändler, Baumärkte, Gartenmöbelanbieter, Schreinereien, Zimmereien und Onlineshops. Die Palette der überprüften Produkte umfasst unter anderem Möbel mit Hauptbestandteilen aus Massivholz, Bauholz, Hobelwaren, Brennholz und Holzkohle. Bei rund 92 Prozent der Produkte war die Holzart korrekt deklariert, dieser Wert liegt im Bereich der Vorjahre. Bei 41 Prozent der Produkte wurde die Herkunft korrekt deklariert. Dieser Wert liegt klar unter dem Wert des Vorjahres, wo die Herkunft noch bei 71 Prozent der Produkte korrekt deklariert war. Das ist darauf zurückzuführen, dass vermehrte Kontrollen bei Filialbetrieben Probleme bei der Umsetzung aufgedeckt haben, was zu dem vergleichsweise schlechten Resultat geführt hat. Verbesserungsbedarf besteht unter anderem bei Möbeln mit Hauptbestandteilen aus Massivholz und Hobelwaren, bei denen die Deklaration der Herkunft besonders oft fehlte.

Das BFK wird die Kontrollen 2015 im bisherigen Rahmen weiterführen. Es werden weiterhin Nachkontrollen bei den Unternehmen durchgeführt werden, die keine konforme Deklaration auf ihren Produkten angebracht hatten. Das BFK kann die Berichtigung der Deklaration verfügen und Gebühren für die Abgeltung der Kontrollkosten erheben. Bei Fahrlässigkeit oder Vorsatz kann eine Busse ausgesprochen werden.

Weitere Informationen zur Deklarationspflicht finden Sie auf www.konsum.admin.ch/de/holzdeklaration.


Adresse für Rückfragen

Jean-Marc Vögele, Chef Eidgenössisches Büro für Konsumentenfragen, Tel. +41 (58) 462 20 46
Achim Schafer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Holzdeklaration, Tel. +41 (58) 462 21 13


Herausgeber

Eidgenössisches Büro für Konsumentenfragen
http://www.konsum.admin.ch/

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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