Verhandlungserfolg bei den Grundsätzen für verantwortungsvolle Investitionen in die Landwirtschaft und die Ernährungssysteme

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Bern, 11.08.2014 – Die finalen Verhandlungen über die Grundsätze für verantwortungsvolle Investitionen in die Landwirtschaft und die Ernährungssysteme (RAI) konnten am 8. August in Rom erfolgreich abgeschlossen werden. Geleitet wurden diese Verhandlungen von der Schweiz, die mit dieser Aufgabe im Oktober 2012 vom Ausschuss für Welternährungssicherheit (CFS) betraut worden war.

Die RAI-Grundsätze entstanden in einem partizipativen und transparenten Verfahren, in dessen Rahmen Regierungsdelegationen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, der Privatwirtschaft, der internationalen Organisationen und der Forschung Gelegenheit erhielten, sich zu äussern. Die zehn Grundsätze bezwecken die Förderung von verantwortungsvollen Investitionen in die Landwirtschaft und die Ernährungssysteme als Schlüssel zur Verbesserung der Ernährungssicherheit auf allen Ebenen, zur Armutsbekämpfung und zur nachhaltigen Entwicklung. Diese freiwilligen und nicht rechtsverbindlichen Grundsätze sind weltweit anerkannt und richten sich sowohl an Regierungen als auch an private Investoren, wobei den Herausforderungen, die sich den kleinen Produzenten stellen, besondere Beachtung geschenkt wird. Die Grundsätze werden dem CFS im kommenden Oktober an seiner 41. Tagung zur Verabschiedung vorgelegt.

Der CFS wurde 1974 gegründet und 2009 einer Reform unterzogen. Er dient als internationale und regierungsübergreifende Plattform, die sich mit den Themen Ernährungssicherheit und bessere Welternährung auseinandersetzt. 2012 verabschiedete der CFS die Freiwilligen Richtlinien für eine verantwortungsvolle Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten.

Die Schweiz gehört zu den Staaten, die sich im CFS stark engagieren. Christina Blank, Stellvertreterin der permanenten Repräsentantin der Schweiz bei der FAO, dem WFP und dem IFAD, hat den Vorsitz in der Arbeitsgruppe zu den Grundsätzen für verantwortungsvolle Investitionen in die Landwirtschaft und die Ernährungssysteme übernommen.


Adresse für Rückfragen

François Pythoud, Leiter Fachbereich Internationale nachhaltige Landwirtschaft, Bundesamt für Landwirtschaft BLW, +41 58 463 44 45, francois.pythoud@blw.admin.ch

Markus Bürli, stv. Leiter Sektion Globalprogramm Ernährungssicherheit, Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, +41 58 465 87 39, markus.buerli@eda.admin.ch


Herausgeber

Bundesamt für Landwirtschaft
http://www.blw.admin.ch

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
https://www.eda.admin.ch/eda/de/home.html

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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