Migros: Mickrige Lohnerhöhung 2016 von 0-0.5%

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Migros erhöht die Löhne 2016 um lediglich 0% bis 0.5%. Das ist angesichts der starken Stellung des grössten Schweizer Detailhändlers wenig. Die Unia kritisiert zudem die fehlende Transparenz: Es ist unklar, welchen Mitarbeitenden diese Anpassung zu Gute kommen wird.

Wie Migros die Lohnerhöhungen individuell und regional verteilt, ist intransparent. Dies führt bei den Angestellten zu Unsicherheiten. Die Gewerkschaft Unia setzt sich generell für bessere Löhne für alle ein. Insbesondere Arbeitnehmende mit tieferen und mittleren Einkommen benötigen jährliche Lohnanpassungen, um gestiegene Lebenshaltungskosten (insbesondere die steigenden Krankenkassenprämienen) auszugleichen.

Nachholbedarf bei den Reallöhnen

Gerade im Detailhandel besteht dringender Nachholbedarf bei den Reallöhnen. Die Löhne in dieser Branche fallen traditionell tief aus. Der durchschnittliche Brutto-Monatslohn beträgt gerade mal 4691 Franken. Auch die Lohnentwicklung zwischen 1998 liegt 2012 liegt unter dem Schnitt der Gesamtwirtschaft (BAK Basel, 2015).

Gestiegene Arbeitsproduktivität

Die mangelhaft Anpassung der Löhne und Tiefstlöhne ist besonders stossend, weil die Produktivität im Detailhandel gleichzeitig überdurchschnittlich gestiegen ist. Gemäss Berechnungen der Gewerkschaft ist die Arbeitsproduktivität im Detailhandel von 2009 bis 2014 um 6.24% gewachsen, die Reallöhne hingegen wurden nur um 5.01% angehoben. Die Beschäftigten gehören damit zu den Verliererinnen und Verlieren.

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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