Tally Weijl: Euro-Löhne für Basler Angestellte

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Tally Weijl will seinen Mitarbeitenden am Basler Hauptsitz die Löhne künftig in Euro bezahlen und wälzt damit das Währungsrisiko direkt auf die Angestellten ab. Auch international ist Tally Weijl in der Kritik, u.a. wegen Löhnen unter dem Existenzminimum und mangelnder Transparenz.

Dieses national und international unfaire Geschäftsmodell ist für die Unia und die Erklärung von Bern (EvB) inakzeptabel. In einem gemeinsamen Schreiben an CEO Beat Grüring fordern sie Tally Weijl zu unverzüglichen Verbesserungen auf. Zusammen mit den Gewerkschaften und Organisationen der Zivilgesellschaft müssen dringend Lösungen für die Angestellten im In- und Ausland gefunden werden.

Nationale und internationale Verantwortung

Tally Weijl ist ein bedeutendes Schweizer Unternehmen mit internationaler Präsenz. Bereits in der Vergangenheit hat sich Tally Weijl geweigert, seiner Verantwortung nachzukommen:

  • Die «Clean Clothes Campaign» der EvB fordert von Tally Weijl seit Jahren zu mehr Transparenz und konkreten Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Die bezahlten Löhne müssen in allen Produktionsländern zum Leben reichen.
  • Tally Weijl hat es abgelehnt, an einem Vergleich der Arbeitsbedingungen von Schweizer Detailhändlern teilzunehmen (unabhängige Studie der Inrate AG) und ist nicht bereit, mit der Gewerkschaft Unia über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zu verhandeln.

Über den Autor

Gordian Hense
Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.

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